Dow stellt Handdesinfektionsmittel für Krankenhaus-Apotheken zur Bekämpfung der Corona-Pandemie her

  • Produktion von 300 Tonnen pro Monat, erste Lieferung am 24. März
  • Krankenhaus-Apotheken erhalten das Desinfektionsmittel kostenlos
  • Kooperation mit Olin im Industriepark Stade zur Bekämpfung der Corona-Pandemie

Stade, Niedersachsen - März 23, 2020 - In der Corona-Pandemie stehen „social distancing“ und Hygiene im Mittelpunkt im Kampf gegen das Covid-19-Virus. Allerdings gehen aktuell in Deutschland die Mittel zur Handdesinfektion zur Neige. Das Bundesgesundheitsministerium hat nun die Industrie um Unterstützung gebeten.

Dow hat seine Möglichkeiten zur Herstellung von Handdesinfektionsmitteln an allen seinen Standorten in Deutschland geprüft. Der Standort Stade in Niedersachsen verfügt über die notwendigen Voraussetzungen zur Handhabung der Rohmaterialien, zum Zischen und zum Verpacken. Nach nur wenigen Tagen, war das Unternehmen in der Lage täglich bis zu 15 Tonnen Desinfektionsmittel herzustellen – das sind rund 300 Tonnen im Monat oder bis zu 600.000 handelsübliche Flaschen à 500 ml. Seit Freitag, 20. März, läuft die Produktion. Das Desinfektionsmittel wird in sogenannte Intermediate Bulk Containern (IBC) abgefüllt und dann dem Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Die ersten Lieferungen verlassen voraussichtlich ab Dienstag, 24. März, den Industriepark in Stade und gehen dann zunächst direkt an die am dringendsten zu versorgenden Stellen im Landkreis Stade, aber auch in andere Regionen, wie z. B. Berlin. Neben dem gebrauchsfertigen Handdesinfektionsmittel werden in den nächsten Tagen und Wochen auch Rohmaterialien produziert, die dann an rund 377 Kliniken im gesamten Bundesgebiet zur Herstellung von Desinfektionsmitteln vor Ort ausgeliefert werden können.

Dow stellt regulär kein Handdesinfektionsmittel her, ein Großteil der benötigten Inhaltsstoffe wird aber bereits in den deutschen Werken des Unternehmens produziert. Das Unternehmen beabsichtigt, die Produktion so lange zu betreiben und an bedürftige Krankenhäuser und Apotheken zu liefern, bis die Corona-Pandemie abklingt oder bis die Desinfektionsmittel in Deutschland nicht mehr knapp sind.

„Der Coronavirus ist eine bisher nie dagewesene Herausforderung, der wir uns alle gemeinsam täglich stellen müssen. Ich bin sehr stolz, dass die Kolleginnen und Kollegen es innerhalb von wenigen Tagen ermöglicht haben, dass wir einen kleinen, aber sehr wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie leisten können”, sagt Ralf Brinkmann, Präsident Dow Deutschland. „Ich bedanke mich an dieser Stelle sehr herzlich bei den Genehmigungsbehörden, dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) und dem Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker für die schnelle und unbürokratische Zusammenarbeit.”

Rezeptur der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Das Desinfektionsmittel wird gemäß der Vorgaben der WHO unter Aufsicht eines Apothekers hergestellt. Es besteht zu 80 Prozent aus Ethanol – hier plant Dow Bioethanol einzusetzen – zu vier Prozent aus Wasserstoffperoxid-Lösung und zu 15 Prozent Wasser. Zur Pflege der Hände wird zusätzlich ein Prozent Glyzerin hinzugefügt.

Grundvoraussetzung für die Erlaubnis zur Produktion ist die offizielle und rechtliche Freigabe durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Die Bundesstelle für Chemikalien, also der zuständige Fachbereich der BAuA, hat nach Abstimmung mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit der Produktion gemäß der Allgemeinverfügung zur Zulassung 2-Propanol-haltiger Biozidprodukte zur hygienischen Händedesinfektion gemäß Artikel 55 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 528/2012 zugestimmt.

Um eine gleichmäßige Verteilung der begrenzten Menge zu ermöglichen, übernehmen der Verband der Chemischen Industrie und der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker gemeinsam die Koordination. Bedürftige Krankenhäuser setzen sich bitte direkt mit den Verbänden in Verbindung.

Industrie-Park Kooperation

Das Projekt ist Teil einer bundesweiten Initiative des Verbands der chemischen Industrie (VCI) und des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker zur Unterstützung der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie und aus der intensiven Zusammenarbeit zwischen Dow und Olin im Industriepark Stade entstanden. So steuern die Anlagen von Olin am Standort kostenfrei das benötigte Glyzerin bei.

Über Dow
Dow (NYSE: DOW) verbindet integrierte Produktionsanlagen und globale Reichweite, fokussierte Innovation und starke Marktpositionen und setzt damit auf profitables Wachstum, um das innovativste, kundenorientierteste, inklusivste und nachhaltigste Material-Science-Unternehmen zu werden. Das Portfolio von Dow setzt sich aus Kunststoffen, industriellen Zwischenprodukte, Beschichtungen und Silikonen zusammen und bietet Kunden in wachstumsstarken Branchen wie Verpackung, Infrastruktur und Konsumgütern ein breites Spektrum an differenzierten, wissenschaftsbasierten Produkten und Lösungen. Dow betreibt 109 Produktionsstandorte in 31 Ländern und beschäftigt rund 36.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Unternehmen erzielte 2019 einen Umsatz von rund 43 Milliarden USD. Referenzen zu „Dow“ oder dem „Unternehmen“ beziehen sich auf Dow Inc. und seine Tochtergesellschaften. Weitere Informationen finden Sie auf www.dow.de oder folgen Sie uns auf Twitter: @DowNewsroom und @Dow_de

Über Olin
Mit mehr als 6.000 Mitarbeitern weltweit und über 125 Jahren Geschäftserfahrung ist die Olin Corporation der weltweit führende Anbieter von Chloralkali, einschließlich Epoxidprodukten und chlorierten organischen Stoffen. Der regionale Hauptsitz von Olin für Europa, den Nahen Osten, Afrika und Indien befindet sich in Zug, Schweiz. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 650 Mitarbeiter an seinen europäischen Standorten, Forschungs- und Innovationszentren sowie in den Produktionsstätten in Baltringen, Rheinmunster und Stade (Deutschland), Pisticci (Italien), und Terneuzen (Niederlande). Olin ist bestrebt, die Erwartungen der Kunden zu übertreffen, indem es operative und kommerzielle Exzellenz, Innovationsfähigkeit und qualifizierte Mitarbeiter einsetzt, um die Bedürfnisse unserer geschätzten Kunden zu bedienen.

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